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Bockelkathen/Grevenhorn 
                      (liegt zwischen Lüdersburg und Rullstorf)
Hinter Bockelkathen verbirgt sich der Name Bockelmann, der von 1654 bis 1826 nachgewiesen werden kann. Der damalige Gutsherr von Wittorf hatte Hans Bockelmann zwischen Rullstorf und Neetze ein feuchtes Gebiet zur Bewirtschaftung auf Erbzins zugewiesen. Ein Gedenkstein am "Uhlenwinkel" erinnert an den ehemaligen Bockel- mannschen Hof, auf dessen Grundmauern heute ein Gebäude steht. Von 1819-1823 wurde der Neetze-Kanal ab Walmsworth neu gegraben, damit das Wasser der Neetze von Dahlenburg (Geest) nicht zusätzlich die Elbmarsch belastet. Vor allem zu den "nassen Zeiten" konnte das Wasser bis hinter Wittorf in den Ilmenau-Kanal abfließen. Das starke Gefälle der Neetze nutzten von Dahlenburg bis Neumühlen ca. 6 Wasser- mühlen. Elektrischen Strom erzeugt heute noch die Wassermühle in Neumühlen bei einer Stauhöhe von ca. 3 m. Eine Fischtreppe ist dort interessant, sie wurde 1990 gebaut. Angeblich ging es nicht immer so ruhig und beschaulich in Bockelkathen zu. Es war in den 60er und 70er Jahren ein beliebter Erholungsort für Sommerfrischler aus der Stadt. Zwei Pensionen gab es hier und in der Gaststätte "Zu den vier Linden" ging es oft recht zünftig zu und die Ausflügler spazierten über den "Steindamm".
In Grevenhorn sind Wohnhäuser und eine große Scheune, die früher dem Gut Lüdersburg zur Lagerung von Getreide und zum Dreschen diente. Später gab es dort 4 Pächter, die selbständige Landwirte waren.Heute kann man herrliche Wanderungen entlang des Neetze-Kanals unternehmen, die Wälder und die übrige Natur genießen, Tiere und Vögel beobachten und erleben.
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                   Neetze in Neumühlen 
                          mit Fischtreppe
             Neumühlener Wassermühle
Die "Neumühlener Wassermühle" ist aufgeführt in dem Verzeichnis "Die Niedersächsische Mühlenstrasse".
www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de

                Chronik  "350 Jahre Bockelkathen 1654 - 2004"
                            Wie aus einer Kate das Dorf Bockelkathen wurde

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Bockelkathen feierte im September 2004 seinen 350. Geburtstag. Aus diesem Grunde wurde von Sonja Jackmann die Geschichte von Bockelkathen aus dem Archiv von Georg Wilhelm Hänel erarbeitet und eine Chronik "350 Jahre Bockelkathen 1654 - 2004" herausgebracht. Erstmals erwähnt wurde Bockelkathen 1654. Der Gutsherr Joachim Werner von Wittorf hat in einem Kontrakt zugesichert, dass Hans Bockelmann sich eine Kate bauen kann. Hans Bockelmann hat sich verpflichtet, 45 Reichstaler zu zahlen, jährlich 3 weitere Reichstaler abzugeben und ein getreuer und gehorsamer Untertan zu den Herren von Wittorf zu sein. 122 Jahre lang - bis 1776 - stand diese Kate als einzige menschliche Siedlung dort. Dann erteilte der Nachfolger der Wittorfs - Freiherr Adolph Ludwig von Spoercken - die Erlaubnis, dass sich Hans Jürgen Bockelmann als neuer Kothsaße niederlassen durfte. Auch H.J. Bockelmann verpflichtete sich, Dienste zu verrichten und von der Kotstelle jährlich 8 Reichstaler zu zahlen. Erst im 19. Jahrhundert wurden umfassende Entwässerungsmaßnahmen durchgeführt, was zu einer Zunahme der Hofstellen und der Bevölkerung geführt hat. Bockelkathen war von seiner Struktur her ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Bereits ab 1928 entwickelte sich der Fremdenverkehr in dem landschaftlich reizvollen Dorf und die Gaststätte "Zu den vier Linden" wurde ein beliebtes Ausflugsziel. Die Chronik bietet einen Überblick über 350 Jahre Bockelkathen, die Landwirtschaft um 1900 und 1950, die landwirtschaftliche Mechanisierung am Beispiel Hof Hänel und den Fremdenverkehr in Bockelkathen.
Erhältlich ist die Chronik bei Sonja Jackmann     -   Telefon  05850 - 1306

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