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2006 Historische Getreideernte

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Anmähen am 21.07.2006. Schwungvoll schnitten Klaus Gaute, Sieglinde Arnemann, Heinz Jackmann, Henning Viedt und Fritz Lau das Getreide mit der Sense. Danach wurde es aufgenommen und gebunden. Die Frauen unterstützten diese Aktion. Außerdem wurde gemütlich unter den Bäumen Wasser, Saft und Bier getrunken nach dem Motto: „Angemäht ist!“. Insgesamt war es ein freudiges Zusammentreffen von vielen Bürgern, die in alten Erinnerungen schwelgten.

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Ernte am 22.07.2006. Ebenso fröhlich ging es am Samstag auf dem Hof Heß in Neu-Jürgenstorf zur Sache. Gemeinsam mit dem "Verein Landschaft & Natur Lüdersburg" hatte die Lehr- und Versuchsanstalt (LVA) aus Echem eingeladen.  Aus Nordsteimke bei Wolfsburg war Hans-Werner Griesemann mit seinem Selbstbinder aus dem Jahr 1952 angereist. Henning  Viedt  aus  Jürgenstorf steuerte das Gerät übers Feld. Rechts wurde gemäht, links die gebundenen Garben ausgeworfen. Dabei wurde die wunderbare Mechanik zum Binden des Knotens, der "leicht zu machen, haltbar und leicht zu öffnen" sein muss, bestaunt. Ein enormer Fortschritt gegenüber der schweißtreibenden Arbeit des Mähens mit der Sense und des Bindens der Garben per Hand.  Besonderer Dank gilt Michael Heß, der uns seinen Acker und das Getreide zur Verfügung stellte.  Beachtenswert  waren die alten Trecker von Heinz Heß, die er auf seinem Hof ausgestellt hatte. Für Verpflegung und Getränke sorgte unser Verein.

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2004 Trocknet die Landschaft in Norddeutschland aus ?
Vortrag von Prof.Dr. Friedhelm Sieker


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Kulturlandschaft und Klimawandel.Trocknet die Elbtalaue aus? 
Vor ca. 40 Jahren waren fast alle Gräben mit Wasser gefüllt. In den großen Gräben gab es für diese Landschaft typische Fische (Hecht usw.). Die moorigen Böden waren in den 60er Jahren so feucht, dass sie mit schwerem Gerät oft nicht befahrbar waren und es Schwierigkeiten gab, die Ernte von 
den Äckern abzufahren. Viele Flächen eigneten sich nur als Weideland und hatten häufig noch Gräben, um das Wasser abzuleiten. In den vergangenen 40 Jahren wurden die Vorfluter zunehmend ausgebaut und es wurde dafür gesorgt, dass das Wasser abfließen kann, und die Äcker damit besser zu bewirtschaften sind. Heute wird ein großer Teil der ehemaligen Grünflächen als Ackerland bewirtschaftet und auch auf den Grünflächen gibt es keine Probleme, diese mit schwerem Gerät zu befahren. Ein Teil der Gräben ist eingeebnet, völlig ausgetrocknet oder saisonbedingt ausgetrocknet. Nur in den großen Vorflutern befindet sich noch Wasser. Dieser - durch die Bewässerungsmaßnahme angestrebte Zustand - bietet nahezu ideale Voraussetzungen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung aller Flächen. Bleibt dieser Zustand so erhalten? 
ln den letzten Jahren klagen häufiger Kleingärtner oder Landwirte über fallende Grundwasserpegel und Trockenheit in den Sommermonaten. Ist dieses nur eine Laune der Natur, oder müssen wir mit einer Austrocknung der Böden rechnen? Sind in Zukunft Beregnungsbrunnen erforderlich, um die 
Wirtschaftlichkeit der Böden zu erhalten? Liegt die Ursache in dem Entwässerungssystem oder haben sich die Niederschlagsereignisse entsprechend verändert? Müssen wir zukünftig neue Wege suchen, um den Wasserhaushalt über das Jahr zu regulieren? Um über dieses Thema zu diskutieren, hatten wir am 24.09.2004 den Fachmann für Wasserwirtschaft, Herrn Prof. Dr. Sieker, eingeladen. Veranstaltungsort war der Schlosskeller in Lüdersburg. Prof. Dr. Sieker hielt 
einen Vortrag über Klimaveränderungen und stellte Ableitungssysteme vor, die Regenwasser zurückhalten und teilweise dem Boden wieder zuführen. Außerdem berichtete er über Maßnahmen der Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft, die die Durchlässigkeit der teilweise verdichteten Böden und die Wasseraufnahme wieder verbessert. Im Vortrag und in der Diskussion kam es zu folgenden Erkenntnissen: Die Entwässerungsmaßnahmen der letzten 40 Jahre waren durchaus zeitgemäß und sinnvoll. Die Klimaforscher bestätigen, dass sich die Niederschlagsereignisse in Deutschland verändert haben und gehen davon aus, dass sich die Niederschlagsereignisse besonders im Norden von Deutschland auch zukünftig verändern werden. Die Niederschläge treten 
immer häufiger als Starkregen mit großen Wassermengen in kurzer Zeit auf. Durch einfache Ableitungssysteme (Gräben) werden die Niederschlagsmengen schnell abgeleitet, können aber nicht vom Boden aufgenommen werden. Aus diesem Grund ist es durchaus interessant, darüber nachzudenken, ob und wie wir die Entwässerungssysteme in der Elbtalaue zukünftig den veränderten Klimabedingungen anpassen können. Der Verein Landschaft und Natur wollte mit 

dieser Veranstaltung zum Nachdenken anregen.

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2003   Naturkundliche Führung über die Golfanlage Schloss Lüdersburg

 

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Bis 1986 noch als Ackerland landwirtschaftliche Monokultur, völlig eben, kaum Sträucher und Teiche, präsentiert sich heute ein parkähnliches leicht hügeliges Areal über fast 150 Hektar mit einem Anteil von etwa 20 Hektar Teichgewässer, vielen Bäumen und Sträuchern.Ein Drittel davon ist intensiv genutzte Spiel-fläche, der Rest  bleibt der Natur erhalten. Nur auf ein bis anderthalb Prozent der Gesamtfläche wird „geerntet“. Es handelt sich dabei um die oft täglich bis auf wenige Millimeter gemähten Grüns, denen deshalb mehr Dünger zugeführt werden muss als einem Weizenacker. Auf die ganze Fläche bezogen werden gegenüber dem intensiv genutzten Acker nur etwa 10 bis 15 Prozent an Kunstdünger gebraucht. Im Laufe der Zeit haben sich viele Vogelarten die Teiche und angrenzenden Bereiche erobert. Schwäne, Wildgänse und Enten, das Teichhuhn, das Blesshuhn, der Graureiher und Sandregenpfeifer haben eine neue Heimat gefunden. Eisvögel bauen an den steileren Ufern der Teiche ihre Nester. Das in Lüdersburg nistende Storchenpaar, das jährlich zwei bis drei Jungstörche aufzieht, sucht auch bei den Golfern einen Teil seiner Nahrung.
„Ohne Golfer kein Golfplatz“, sagt Friedrich-Wilhelm Kniep und fügt hinzu: “Golf und Natur passen sehr gut zusammen, man muss nur die richtige Balance finden“. So erlebt und genießt der in Lüdersburg Erholung suchende Golfspieler seinen Sport in einer naturnahen Umgebung mit einer besonderen Vielfalt von Flora und Fauna. So manche Vorurteile blieben bei dieser eindrucksvollen naturkundlichen Führung auf der Strecke.
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